Hebelzertifikate, wie kommt es zu sogenannten Hebel?

Grundlage ist immer erstmal der Long-Hebel, hier zählt der Einsatz auf den Basiswert und die steigende Notierungen. Jetzt haben wir eine in der Fachsprache Lautendes Knock-Out Produkt. Dieser wiederum besitzt die K.O.-Schwelle, was in der Sprache der Börsianer Strike genannt wird. Bei der Emission des Zertifikates wird dieses in etwa 3 – 5 % unterhalb des im Moment geltenden Kurses, des Basiswertes angeheftet. Ist das Zertifikat oberhalb der Schwelle angekommen, kommt der Käufer zwar in die Kosten, höherer Renditen, aber dann muss auch von einem erhöhten Risiko ausgegangen werden. Denn, wenn der Basiswert in die Höhe des Strikes kommt, kann es zu einem kompletten Zerfall des Werters kommen. Der Anleger hat sein angelegtes Kapital komplett verloren. Es erfordert schon eine gewisse Risikobereitschaft, mit Hebelzertifikaten zu spekulieren. Ist der Basiswert überschritten und die Anlage verloren, nennt man das den Knock-Out.

Der Wert eines Hebelzertifikates setzt sich zusammen aus, dem tatsächlichen Wert des Zertifikates und einem relativ geringen Aufgeld. Der tatsächliche Wert des Hebelzertifikates beinhaltet, den Strike des Zertifikates und dem entsprechenden Kurs des Basiswertes. Das Aufgeld ist die beinhaltete Risikoprämie und die Finanzierungskosten, aber wie erwähnt handelt es sich hierbei nur um Minimalbeträge. Was bedeutet denn jetzt die Hebelwirkung und wie kommt es zu der Hebelbewegung. Der Basiswert wird stets unter Beobachtung stehen, heißt dieser Basiswert muss nicht vollständig gekauft werden. Denn das Hebelzertifikat besitzt immer einen eigenen inneren Wert. Und das ist genau der Betrag zwischen Basiswert und dem Strike. Das Hebelzertifikat sollte dann also nur in diesem Moment gekauft werden, wenn man der Annahme ist, dass sich die Differenz zwischen der Werten erhöht. Heißt also im Klartext man muss weniger an Kapital einsetzten, als wenn man den Basiswert bezahlen müsste. So kommt eben das Hebelprinzip zustande.

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